Rückblick: Vernissage “An Inner Place”
Für einen kurzen Moment wollte ich einfach aufstehen und gehen.
Es war kurz vor 19 Uhr. Die schwere Tür zur Galerie war noch geschlossen. Ich saß auf meinem Hocker, die metallische Handpan auf meinem Schoß. Mein Herz pochte laut.
Ich war aufgeregt, denn dieser Abend hielt gleich zwei Premieren bereit: Meine neue Werkserie „An Inner Place“ wurde zum ersten Mal gezeigt. Und ich gab mein erstes Handpan-Konzert.
In diesem Moment wurde mir klar, wie verletzlich sich dieser Abend anfühlte.
Während ich dort wartete, schaute ich auf die stillen Werke neben mir. Die Serie „An Inner Place“ erzählt von Menschen, die bleiben. Von dem Moment, in dem alles in dir am liebsten weglaufen möchte und du dich stattdessen entscheidest, innezuhalten.
Ich dachte plötzlich: Genau hier bin ich gerade selbst. An dieser schmalen, vibrierenden Schwelle zwischen Weglaufen und Bleiben.
Und dann entschied ich mich für das, worum es in diesen Arbeiten geht. Ich kämpfte nicht gegen die Nervosität. Ich nahm sie einfach an. Und begann zu spielen.
Die Tür öffnete sich. Und die ersten Gäste traten behutsam ein.
Es war, als würden die Menschen direkt in diesen schwebenden Klang eintauchen. Musik und Malerei begannen miteinander zu sprechen.
Es war magisch.
Magisch waren für mich auch die Gespräche danach. Die schönen Begegnungen und die wundervollen Rückmeldungen.
Eine Besucherin schrieb mir später diese Zeilen, die mich sehr berührt haben:
„Inspiriert von dieser wundervollen Ausstellung, den einstimmenden Klängen, den Erkenntnissen, dem ‚stillenden Wissensdurst‘ und vor allem den interessanten und netten Menschen, die ich hier heute Abend getroffen habe, gehe ich beglückt nach Hause. Danke.“
– Gundula
Rund 50 Besucherinnen und Besucher kamen an diesem Abend. Mein besonderer Dank gilt der VHS Konstanz und Frank Weigl, die dieses Projekt ermöglicht haben. Ebenso ein herzliches Dankeschön an Lisa, die mich bei der Umsetzung begleitet hat.
Und natürlich allen Menschen, die ihre Gedanken, ihre Stimmen und ihre Zeit mit mir geteilt haben.
Sie alle sind Teil dieses „An Inner Place“ geworden.
Die Ausstellung kann noch bis zum 1.05.2026 besucht werden. Mehr Infos hier.