Rückblick: Ausstellung in Konstanz

Meine Einzelausstellung „A Sense of Light“ fand vom 4. bis 18. Mai 2025 im Wasserturm Stromeyersdorf in Konstanz statt. Einem Ort, der für mich von Anfang an etwas Besonderes hatte.

In dieser Ausstellung ging es mir vor allem um eines: Innehalten durch bewusstes Hinsehen. Ich wollte die Besucherinnen und Besucher einladen, die oft übersehenen, magischen Momente wahrzunehmen. Diese leisen Augenblicke in und um Konstanz, die für mich besonders in den ersten Jahren meines künstlerischen Schaffens so prägend waren. Das zentrale Element meiner Aquarelle war dabei immer wieder das Licht: wie es fällt, wie es Stimmungen verändert, wie es Wärme schenkt oder etwas ganz Zartes und Flüchtiges sichtbar macht.

Der alte Wasserturm, der 2010 denkmalgerecht restauriert wurde, strahlt eine ganz eigene Atmosphäre aus: ruhig, kraftvoll und ein bisschen geheimnisvoll. Dass die Gäste den Turm sogar besteigen konnten, hat das Erlebnis noch einmal vertieft. Es war nicht nur ein Ausstellungsbesuch, sondern fast schon ein kleines Eintauchen in eine andere Welt.

Insgesamt kamen etwa 200 Besucherinnen und Besucher. Und obwohl der Wasserturm etwas außerhalb des Zentrums liegt, hatte das im Nachhinein etwas sehr Schönes. Denn die Menschen, die den Weg dorthin auf sich genommen haben, kamen ganz bewusst. Dadurch entstand eine besondere Nähe, fast eine Intimität, die ich sehr geschätzt habe. Es entwickelten sich ruhige, offene Gespräche, oft ganz persönlich, oft berührend – genau das, was ich mir für diese Ausstellung gewünscht hatte.

Ein Moment ist mir besonders im Herzen geblieben: Eine Besucherin erzählte mir, dass sie gerade viel Stress und Druck bei der Arbeit erlebt. Und dann sagte sie, dass sie hier zum ersten Mal wieder richtig durchatmen könne. Dass ihre Gedanken zur Ruhe kommen und sie ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken könne. Diese Worte haben mich tief bewegt, weil sie mir gezeigt haben, dass Kunst manchmal mehr ist als ein schönes Bild: Sie kann ein Raum sein, in dem man kurz wieder bei sich ankommt.

Ich bin sehr dankbar für die Resonanz. Auch darüber, dass im Südkurier ein kurzer Artikel erschienen ist und ganz besonders für die Unterstützung von Corinna Lauble vom Wasserturm, die diese Ausstellung mit möglich gemacht hat.

Rückblickend bleibt für mich vor allem das Gefühl, dass „A Sense of Light“ genau das erreicht hat, was ich mir erhofft hatte: einen stillen Ort zu schaffen, an dem Menschen innehalten, schauen, fühlen und vielleicht ein kleines bisschen leichter wieder gehen.

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